Festpreis & Kosten 9 Min Lesezeit Zuletzt aktualisiert Mai 2026

Was kostet eine Festpreis-Website 2026? Komplette Aufschlüsselung mit Beispielen

Festpreis klingt einfach — bis du beim ersten Anbieter merkst, dass „Festpreis“ bei jedem etwas anderes bedeutet. Dieser Ratgeber zeigt dir, was 2026 wirklich im Preis enthalten ist, wo Aufpreise lauern und wann ein Festpreis-Modell die bessere Wahl ist als Stundensatz oder Baukasten.

Eine Festpreis-Website kostet in Deutschland 2026 zwischen 99 € (One-Pager) und 999 € (großer Mehrseiter mit Custom-Design). Bei seriösen Festpreis-Anbietern sind Design, Programmierung, Mobilfreundlichkeit, DSGVO-Grundausstattung, Kontaktformular und 1–2 Korrekturschleifen enthalten. Nicht enthalten sind typischerweise Domain-Gebühr (10–15 €/Jahr), laufende Wartung nach Garantie-Ende und Premium-Features wie Online-Buchungssysteme. Im Vergleich: klassische Agenturen liegen bei 2.000–10.000 €, Stundensatz-Modelle ergeben rechnerisch 900–4.800 €.

Die Festpreis-Realität 2026: Marktbreite und Preisspannen

Der deutsche Markt für Festpreis-Webseiten hat sich 2026 deutlich ausdifferenziert. Es gibt mindestens vier Preissegmente, die du als Kleinunternehmer:in oder Selbstständige:r unterscheiden solltest:

SegmentPreis-RangeTypischer AnbieterWas du bekommst
Einstieg99–299 €Festpreis-Spezialisten mit TemplatesOne-Pager bis kleiner Mehrseiter, DSGVO-Basics, Kontaktformular
Mittelfeld399–799 €Solo-Webdesigner mit Komponenten-BibliothekMehrseiter, Custom-Layout, erweiterte SEO, Galerie
Premium-Festpreis999–1.999 €Kleine Agenturen mit Festpreis-AngebotIndividuelles Design, Buchungssysteme, Mehrsprachigkeit
Klassische Agentur2.000–10.000 €Marketing- und WebagenturenStrategie-Workshops, Branding, oft mit laufenden Retainer-Modellen

Festpreis bedeutet nicht automatisch „billig“ oder „Templates von der Stange“. Es bedeutet: ein Anbieter mit einem standardisierten Prozess, der dir vor Auftragserteilung schriftlich sagt, was du für welchen Preis bekommst. Der Gegenentwurf wäre Stundensatz — wo der Endpreis erst feststeht, wenn alle Stunden abgerechnet sind.

Was bei seriösen Anbietern im Festpreis enthalten ist

Quer durch alle Preissegmente gibt es einen Mindeststandard, den ein Festpreis-Angebot 2026 abdecken sollte. Wenn auch nur einer der folgenden Punkte fehlt, ist es kein vollständiger Festpreis — sondern ein Lockangebot:

  • Design & Layout — entweder aus einer Template-Bibliothek angepasst oder individuell erstellt, je nach Paket
  • Programmierung & Hosting-Setup — HTML/CSS, Mobil-Anpassung, Server-Konfiguration
  • Responsive Design — funktioniert auf Smartphone, Tablet und Desktop ohne Layout-Brüche
  • DSGVO-Grundausstattung — Cookie-Banner mit Opt-In, Datenschutz-Vorlage, Impressum-Vorlage, lokale Schriften (keine Google-Fonts-CDN-Einbindung)
  • Kontaktformular — mit Spam-Schutz und DSGVO-konformer Verarbeitung
  • SEO-Grundlagen — Meta-Tags, sprechende URLs, Sitemap, robots.txt, strukturierte Daten als JSON-LD
  • 1–2 Korrekturschleifen — vor dem Launch, schriftlich oder per Live-Vorschau
  • Hosting-Inklusivzeit — bei vielen Festpreis-Anbietern 6–12 Monate kostenlos (bei Günstige Webseiten 12 Monate inklusive)

Optional — je nach Paket-Tier — kommen dazu: Google-Maps-Einbindung, Social-Media-Verknüpfungen, Analytics-Setup, AEO-Optimierung (Schemas für KI-Antwort-Engines), Barrierefreiheit nach WCAG 2.2.

Was üblicherweise nicht im Festpreis enthalten ist

Genauso wichtig wie das, was drin ist, ist das, was nicht drin ist. Hier die typischen Aufpreis-Posten:

Domain-Registrierung

Eine .de-Domain kostet beim Registrar 10–15 €/Jahr. Manche Anbieter rechnen das zum Festpreis dazu — ehrlicher ist, es separat auszuweisen. Bei Günstige Webseiten gibt es einen einmaligen Setup-Aufwand von 30 € plus die Jahresgebühr des Registrars; alternativ kannst du eine bereits registrierte Domain mitbringen.

Wartung nach Garantie-Ende

Nach 6–12 Monaten endet die typische Festpreis-Garantiezeit. Danach läuft die Webseite zwar weiter, aber Sicherheits-Patches, Inhalts-Updates und kleinere Layout-Korrekturen werden separat berechnet — entweder pauschal als Schutzpaket (bei Günstige Webseiten ab 29 €/Monat) oder pro Auftrag.

Premium-Features

Online-Shop mit Produktverwaltung, Mehrsprachigkeit (jede zusätzliche Sprache kostet typischerweise 15–30 % Aufpreis), Online-Buchungssysteme mit Kalendar-Sync, Mitgliederbereich mit Login, eigene Blog-Engine — das sind Module, die je nach Anbieter 50–500 € einmalig oder als Custom-Auftrag laufen.

Stockfotos und Premium-Schriften

Eigene Fotos > Stockfotos. Wenn du keine eigenen hast, sind kostenlose Quellen (Unsplash, Pexels) bei seriösen Anbietern Standard. Premium-Stockfotos (Adobe Stock, Shutterstock) kosten 5–30 € pro Bild und werden separat ausgewiesen. Premium-Schriften (Adobe Fonts) sind kostenpflichtig — Google Fonts lokal eingebunden sind kostenlos und DSGVO-konform.

Ehrlich gesagt: Wenn ein Anbieter dir 99 € verspricht, aber nach Auftrag plötzlich 200 € für Bilder, 150 € für ein Buchungssystem und 80 € für Hosting verlangt, ist das kein Festpreis — das ist ein Lockangebot. Ein echter Festpreis listet alle möglichen Zusatzkosten vor Vertragsabschluss auf.

Warum unter 500 € überhaupt möglich ist

Die häufigste Skepsis: „Eine Webseite für 99 € — was kann da schon dahinterstecken?“ Die Antwort liegt nicht in „weniger Arbeit“, sondern in standardisierter Effizienz:

  1. Komponenten-Bibliotheken statt Pixel-Pinselei. Hero-Sektionen, Galerien, Kontaktformulare und FAQ-Blöcke sind als wiederverwendbare Komponenten gebaut. Statt jedes Mal von null zu beginnen, wird kombiniert und angepasst.
  2. Standardisierte DSGVO-Bausteine. Cookie-Banner, Datenschutz-Vorlage und Impressum-Vorlage werden mit deinen Daten gefüllt — nicht jedes Mal von Anwält:innen neu geschrieben.
  3. Effiziente Hosting-Infrastruktur. Bei Günstige Webseiten laufen alle Webseiten auf einer gemeinsamen Hetzner-Coolify-Stack mit automatisierten Deploys. Hosting-Kosten pro Webseite liegen unter 1 €/Monat.
  4. Kein Vertriebs-Overhead. Kein 3-stündiges Discovery-Meeting, kein 4-seitiges Konzept-Dokument vor Auftrag, keine Pitch-Präsentation. Der Paket-Finder ersetzt das Beratungs-Meeting in 90 Sekunden.
  5. Solo-Operator statt Hierarchie. Keine Account-Manager:in, kein Junior, der unter Senior-Aufsicht arbeitet, kein Director, der Reports gegenliest. Du redest direkt mit dem Webdesigner, der baut.

Das Ergebnis: ein Mehrseiter, der bei einer Agentur 3.000 € kosten würde, kostet als standardisiertes Festpreis-Paket 249 €. Nicht weil weniger Arbeit reinfließt, sondern weil die Arbeit effizient strukturiert ist.

Festpreis vs. Stundensatz vs. Baukasten

Festpreis ist nicht das einzige Modell. Drei Hauptalternativen lohnen sich zu kennen:

ModellEndpreisVorteilNachteil
FestpreisVorab fixiertPlanungssicherheit, klarer LeistungskatalogAnpassungen nach Launch separat berechnet
StundensatzErst nach Abschluss klarVolle Flexibilität, beliebige AnpassungenKosten-Risiko, schwer kalkulierbar, oft 60–120 €/h
Baukasten (Wix, Jimdo)Monatlich (10–30 €)Selbst editierbar, schnell liveEigentumsfrage, lange Sicht teurer, Design-Limits, oft DSGVO-Lücken
WordPress-Selber-BauenHosting + ZeitVolle Kontrolle, riesige Plugin-WeltWartungsaufwand, Sicherheits-Updates, technische Vorkenntnisse nötig

Ein tieferer Vergleich Festpreis vs. Stundensatz findest du in unserem separaten Ratgeber.

5 Festpreis-Fallen, die du vermeiden solltest

  1. „Ab 99 €“ ohne klaren Leistungskatalog. Wenn nicht schwarz auf weiß steht, was die 99 € abdecken, ist es Marketing — kein Festpreis.
  2. Setup günstig, Wartung teuer. Achtung bei Modellen mit niedrigem Setup-Preis und obligatorischen Wartungsverträgen ab 50 €/Monat. Rechne immer 3 Jahre durch — da wird Festpreis oft günstiger als ein Abo-Modell.
  3. Reseller-Templates ohne Anpassung. Manche Anbieter kaufen 30-€-Templates auf ThemeForest, ändern den Firmennamen und verkaufen sie für 299 € weiter. Test: bitte vor Auftrag um drei Referenz-Webseiten — sehen sie alle gleich aus?
  4. Kein schriftlicher Vertrag. Ein Festpreis ohne Vertrag ist juristisch ein Schätzpreis. Im Streitfall hast du nichts in der Hand. Bei Günstige Webseiten gibt es klare AGB plus eine schriftliche Auftragsbestätigung mit Leistungsumfang.
  5. Versprechen ohne Lieferzeit. „Schnell“ ist keine Aussage. Echte Anbieter geben dir eine konkrete Lieferzeit-Spanne (24h Vorschau, 3–7 Tage Launch) und definieren, was passiert, wenn die nicht eingehalten wird.

Konkrete Beispiele: Was bekommst du für 99, 249, 499 €?

Damit das nicht abstrakt bleibt, hier was die drei Festpreis-Pakete bei Günstige Webseiten konkret abdecken:

99 € · Starter-Paket (One-Pager)

Eine Single-Page-Webseite mit Hero-Sektion, Über-mich, Leistungen, Galerie (bis zu 12 Bilder), Kontakt mit Formular und Karte. Erste Vorschau in 24 Stunden, Launch nach Freigabe (typischerweise 1–2 Korrekturen). Ideal für Solo-Selbstständige, Coaches, Freelancer mit klarem Angebotsfokus. Mehr unter Starter-Paket Details.

249 € · Business-Paket (bis zu 5 Seiten)

Mehrseiter mit Custom-Layout, bis zu 5 Unterseiten (z. B. Home, Leistungen, Über, Galerie, Kontakt), erweiterte SEO-Optimierung mit Keyword-Recherche, Google-Maps-Einbindung, Social-Media-Integration. Erste Vorschau in 24–48 Stunden. Für Kleinbetriebe, lokale Praxen, Multi-Service-Handwerk.

499 € · Premium-Paket (bis zu 10 Seiten)

Bis zu 10 Unterseiten, vollständig individuelles Design (kein Template), Premium-SEO mit Wettbewerber-Analyse, WCAG 2.2 AA Barrierefreiheit (BFSG-2025-konform), Core-Web-Vitals-Budget, Priority-Support. Erste Vorschau in 3–5 Werktagen. Für etablierte Unternehmen mit umfangreichem Leistungsangebot.

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Fazit & Entscheidungshilfe

Eine Festpreis-Website 2026 ist für die allermeisten Selbstständigen und Kleinbetriebe die wirtschaftlichste Option — vorausgesetzt, der Anbieter arbeitet seriös. Die wichtigsten drei Punkte:

  1. Schriftlicher Leistungskatalog vor Auftrag. Was ist enthalten, was kostet extra. Ohne diese Liste — kein Auftrag.
  2. 3-Jahres-Vergleich rechnen. Festpreis 249 € einmalig + 12 Monate Hosting inklusive ist nach 3 Jahren oft günstiger als ein Baukasten mit 19 €/Monat (= 684 € nach 3 Jahren).
  3. Anbieter mit Solo-Operator-Modell bevorzugen. Du redest direkt mit dem Webdesigner, der baut — nicht mit einem Account-Manager. Schnellere Entscheidungen, weniger Übersetzungs-Verluste.

Wenn du tiefer in die Festpreis-Logik einsteigen willst, lohnt sich unser Pillar-Ratgeber Webseite zum Festpreis — ohne Überraschungen — dort findest du die komplette Argumentationsbasis und Vergleichstabellen mit Wettbewerbern. Für die Frage, was eine Webseite generell kostet (auch jenseits von Festpreis), schau in unseren Hauptratgeber Was kostet eine Webseite?.

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