Festpreis & Kosten 8 Min Lesezeit Zuletzt aktualisiert Mai 2026

Was ist im Festpreis enthalten? Komplett-Liste mit Aufpreis-Posten

„Festpreis“ bedeutet bei jedem Anbieter etwas anderes. Diese Liste zeigt dir, was bei seriösen Festpreis-Webdesignern 2026 enthalten ist, was üblicherweise nicht — und an welchen 7 Anti-Patterns du Lockangebote erkennst, bevor du den Vertrag unterschreibst.

Im seriösen Festpreis-Angebot 2026 enthalten sind: Design, Programmierung, Mobilfreundlichkeit, DSGVO-Grundausstattung, Kontaktformular, SEO-Basics, 1–2 Korrekturschleifen und 6–12 Monate Hosting. Nicht enthalten sind üblicherweise: Domain-Registrierung (10–15 €/Jahr), Premium-Schriften, Stockfotos mit Lizenzkosten, Online-Shop, Mehrsprachigkeit, Buchungssysteme und Mitgliederbereiche. Ein echter Festpreis listet alle Aufpreis-Posten vor Auftragserteilung schriftlich auf — sonst ist es ein Lockangebot, kein Festpreis.

Die 8 Kern-Leistungen, die immer drin sein sollten

Unabhängig vom Anbieter — wenn diese 8 Posten nicht im Festpreis enthalten sind, fehlt etwas Grundlegendes:

  1. Design & Layout — Template-basiert oder individuell, je nach Paket. Mindestens: Hero, Inhaltsbereiche, Footer.
  2. Programmierung & Setup — HTML/CSS/JS, Server-Konfiguration, Deploy.
  3. Responsive Design — funktioniert auf Smartphone, Tablet, Desktop ohne Layout-Brüche. Heute Standard, kein Aufpreis.
  4. DSGVO-Grundausstattung — Cookie-Banner mit Opt-In, Datenschutz-Vorlage (anpassbar), Impressum-Vorlage, lokale Schriften (statt Google-Fonts-CDN).
  5. Kontaktformular — mit Spam-Schutz und DSGVO-konformer Verarbeitung. Bei Günstige Webseiten via FormSubmit mit AVV.
  6. SEO-Grundlagen — Title, Meta-Description, Sitemap, robots.txt, JSON-LD-Schemas, sprechende URLs.
  7. 1–2 Korrekturschleifen — vor Launch, schriftlich oder via Live-Vorschau.
  8. Hosting-Inklusivzeit — meist 6–12 Monate. Bei Günstige Webseiten sind 12 Monate auf Hetzner-Servern in Nürnberg inklusive.

Optional je nach Paket: Google-Maps-Einbindung, Social-Media-Buttons, Analytics-Setup, AEO-Schemas (FAQPage, ProfessionalService), Barrierefreiheit nach WCAG 2.2 AA, Performance-Optimierung mit Core-Web-Vitals-Budget.

Was sich je nach Paket-Tier unterscheidet

Bei Günstige Webseiten verteilen sich die Leistungen so:

LeistungStarter 99 €Business 249 €Premium 499 €
Anzahl Seiten1 (One-Pager)bis zu 5bis zu 10
Design-ModellTemplate angepasstCustom-Layoutindividuell
SEO-TiefeBasicserweitert mit Keyword-RecherchePremium mit Wettbewerber-Analyse
AEO-OptimierungBasis-Schemaserweitertvollständig (Person-Schema, sameAs)
BarrierefreiheitBasisWCAG-AA-orientiertWCAG 2.2 AA geprüft
Performance-BudgetCore-Web-Vitals-Budget
Erste Vorschau24 h24–48 h3–5 Werktage
Korrekturschleifen224

Aufpreis-Posten: Was kommt typischerweise dazu

Diese Posten sind bei den meisten Anbietern nicht im Festpreis enthalten und werden separat berechnet — bei seriösen Anbietern transparent vor Auftragserteilung:

  • Domain-Registrierung — bei Günstige Webseiten 30 € einmaliger Setup-Aufwand plus Jahresgebühr des Registrars (10–15 €/Jahr für .de)
  • Premium-Schriften — Adobe Fonts kostenpflichtig; Google Fonts lokal eingebunden sind kostenlos und DSGVO-konform
  • Stockfotos mit Lizenz — 5–30 € pro Bild bei Adobe Stock / Shutterstock; kostenlose Quellen (Unsplash, Pexels) sind Standard
  • Online-Shop-Modul — 200–800 € je nach Funktionsumfang (Produktkatalog, Warenkorb, Stripe-Integration)
  • Mehrsprachigkeit — typischerweise 15–30 % Aufpreis pro zusätzliche Sprache; übersetzungs-Aufwand separat
  • Online-Buchungssystem — 100–300 € einmalig; mit Kalender-Sync, Zahlungs-Integration, Erinnerungs-Mails
  • Mitgliederbereich — 200–600 € einmalig; mit Login, Passwort-Reset, geschützten Inhalten
  • Wartung nach Garantie-Ende — bei Günstige Webseiten via Schutzpaket ab 29 €/Monat oder Custom-Auftrag

Goldene Regel: Ein seriöser Anbieter listet alle möglichen Aufpreis-Posten in einer schriftlichen Preisliste oder im AGB-Anhang. Wenn dir die Aufpreise erst nach dem Briefing genannt werden, ist es ein Lockangebot.

Wer liefert die Inhalte?

Bei den meisten Festpreis-Anbietern bringst du Texte und Bilder selbst mit. Das ist kein Mangel, sondern der Hauptgrund, warum 99 € für einen One-Pager überhaupt möglich ist.

Was du mitbringen solltest:

  • Texte — Über mich, Leistungen, Kontaktinfos. Bei Günstige Webseiten gibt es Templates mit Platzhaltertexten, die du mit deinen Inhalten überschreibst.
  • Bilder — eigene Fotos sind immer am besten. Wenn keine vorhanden, schlagen wir kostenlose Stockfotos vor (Unsplash, Pexels). Premium-Stock auf Wunsch separat.
  • Logo — falls vorhanden, in mindestens 500×500 px Auflösung. Falls nicht vorhanden, gibt es einen Text-Logo-Generator als kostenlose Notlösung im Starter-Paket.
  • Kontaktdaten — E-Mail, Adresse (für Impressum-Pflicht), Social-Media-Links

Hosting, Domain & Eigentumsrechte

Drei Punkte, die juristisch und wirtschaftlich entscheidend sind:

Hosting

Bei Günstige Webseiten 12 Monate inklusive auf Hetzner-Servern in Nürnberg, mit Art. 28 DSGVO-Auftragsverarbeitungsvertrag. Nach 12 Monaten: Schutzpaket ab 29 €/Monat oder Übergabe an dein eigenes Hosting (kostenlos).

Domain

Domain-Registrierung erfolgt typischerweise auf deinen Namen, nicht auf den Anbieter. Damit gehört die Domain dir. Bei Anbietern, die Domains auf den eigenen Namen registrieren, kannst du sie nach Vertragsende verlieren.

Eigentumsrechte am Quellcode

Bei einem echten Festpreis bekommst du nach Bezahlung Zugriff auf alle Quelldateien (HTML/CSS/JS) und kannst sie auf jeden Server umziehen. Vorsicht bei Anbietern, die mit "proprietären Plattformen" arbeiten — das sind Lock-in-Modelle, bei denen du nach Vertragsende ohne Webseite dastehst. Mehr dazu im Ratgeber Website mieten vs. kaufen.

7 Anti-Patterns: So erkennst du Lockangebote

  1. "Ab 99 €" ohne Leistungskatalog. Wenn nicht schwarz auf weiß steht, was die 99 € abdecken — kein Auftrag.
  2. Setup günstig, Wartung teuer. Pflicht-Wartungsvertrag ab 50 €/Monat ist ein Abo-Modell, kein Festpreis. Rechne 3 Jahre durch.
  3. Domain auf Anbieter-Name registriert. Du verlierst die Domain bei Vertragsende. Immer auf deinen Namen registrieren.
  4. Kein schriftlicher Vertrag. Festpreis per Handschlag ist juristisch ein Schätzpreis. Im Streitfall hast du nichts in der Hand.
  5. "Proprietäre Plattform"-Lock-In. Bei manchen Anbietern bekommst du die Webseite nicht als Quellcode, sondern nur als Mietmodell. Vertragsende = Webseite weg.
  6. Reseller-Templates ohne Anpassung. 30-€-Templates von ThemeForest, Firmenname geändert, für 299 € weiterverkauft. Test: bitte um drei Referenzen — sehen sie alle gleich aus?
  7. Vage Lieferzeit. "Schnell" oder "in wenigen Tagen" ist keine Aussage. Echter Festpreis hat eine konkrete Spanne (z. B. "erste Vorschau in 24 h, Launch nach Freigabe").

Was im schriftlichen Auftrag stehen muss

Vor Auftragserteilung solltest du eine schriftliche Auftragsbestätigung mit mindestens diesen Punkten haben:

  • Festpreis mit klaren Leistungspositionen und etwaigen Aufpreisen
  • Anzahl der Korrekturschleifen und was nach Überschreitung passiert
  • Lieferzeit — konkrete Spanne für erste Vorschau und Launch
  • Hosting-Inklusivzeit und was danach kommt
  • Eigentumsrechte am Quellcode und an der Domain
  • Kündigungs- und Garantieregelungen
  • Auftragsverarbeitungsvertrag (DSGVO Art. 28) bei Hosting durch den Anbieter

Fazit: Die 5-Punkte-Pre-Flight-Check

Bevor du einen Festpreis-Auftrag erteilst, läuf diese 5 Fragen durch:

  1. Steht der Leistungskatalog schriftlich vor Auftrag fest?
  2. Sind alle möglichen Aufpreise transparent gelistet?
  3. Bekomme ich die Quelldateien und die Domain auf meinen Namen?
  4. Was kostet die Wartung nach der Garantiezeit — gerechnet auf 3 Jahre?
  5. Welche Lieferzeit-Garantie gibt es, und was passiert bei Überschreitung?

Wenn alle 5 Antworten klar und schriftlich sind, hast du es mit einem seriösen Festpreis zu tun. Bei Unklarheiten lieber nochmal nachfragen, statt unterschreiben. Wer nichts zu verbergen hat, antwortet gerne.

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