Versteckte Kosten bei Webseiten-Angeboten verstecken sich typischerweise in 7 Posten: Domain (10–15 €/Jahr), Hosting nach Garantiezeit (5–15 €/Monat), Premium-Schriften, Stockfoto-Lizenzen, Cookie-Banner-Add-ons, Kontaktformular-Aufpreise und Wartungspflichten. Seriöse Festpreis-Anbieter listen alle möglichen Aufpreise vor Auftrag schriftlich auf. Wenn dir Aufpreise erst nach dem Briefing genannt werden, ist es ein Lockangebot — kein Festpreis. Bei Günstige Webseiten sind alle Standard-Posten (DSGVO, Cookie-Banner, Kontaktformular, lokale Schriften, Hosting 12 Monate) im Festpreis enthalten; nur Domain, Premium-Module und Wartung nach 12 Monaten kommen separat — transparent gelistet.
Was sind versteckte Kosten?
Versteckte Kosten sind nicht zwangsläufig betrügerisch. Sie entstehen meistens aus zwei Gründen:
- Marketing-Vereinfachung — ein Anbieter wirbt mit „ab 199 €“, weil ein konkreter Preis-Bereich attraktiver klingt als „199–1.500 € je nach Anforderung“. Die Aufpreise werden erst im Briefing besprochen.
- Standardisierungs-Lücke — manche Anbieter haben kein klares Standard-Paket, sondern kalkulieren jeden Auftrag individuell. Was der eine als „Selbstverständlichkeit“ sieht (DSGVO-Setup), ist beim anderen ein 80-€-Add-On.
Für dich als Kund:in macht das Ergebnis denselben Schaden: ein Auftrag, der teurer wird als geplant. Schutz: schriftliche Klarheit vor Auftrag.
Die 7 häufigsten versteckten Posten
1. Domain-Registrierung
Eine .de-Domain kostet 10–15 €/Jahr beim Registrar. Bei Günstige Webseiten: 30 € einmaliger Setup-Aufwand + Jahresgebühr. Manche Anbieter rechnen die Domain zum Festpreis dazu — ehrlicher ist, sie separat auszuweisen.
2. Hosting nach Garantie-Ende
Festpreis-Anbieter inkludieren 6–12 Monate Hosting. Danach: Schutzpaket ab 29 €/Monat oder Übergabe an dein eigenes Hosting. Manche Anbieter sagen nicht klar, was nach Jahr 1 passiert — im worst case wird die Webseite offline genommen.
3. Premium-Schriften
Adobe Fonts sind kostenpflichtig (oft 20–40 €/Jahr im Creative-Cloud-Abo des Designers, weiterberechnet). Google Fonts lokal eingebunden sind kostenlos und DSGVO-konform — und sehen genauso gut aus.
4. Stockfoto-Lizenzen
Wenn du keine eigenen Fotos hast, bietet jeder Anbieter Stockfotos an. Kostenlose Quellen (Unsplash, Pexels) sind Standard. Premium-Stockfotos (Adobe Stock, Shutterstock) kosten 5–30 € pro Bild und werden oft vergessen, in der ersten Kalkulation auszuweisen.
5. Cookie-Banner als Add-On
2026 Pflicht-Standard, kein Premium-Feature. Wenn ein Anbieter Cookie-Banner für 50–100 € extra berechnet, kennt er seinen Markt nicht. Bei Günstige Webseiten ist DSGVO-Cookie-Banner immer im Festpreis enthalten.
6. Kontaktformular-Aufpreise
Manche Anbieter berechnen 40–80 € für ein einfaches Kontaktformular mit Spam-Schutz. Pflicht-Standard, sollte immer im Festpreis enthalten sein. Bei Günstige Webseiten via FormSubmit mit AVV.
7. Wartungspflichten
Pflicht-Wartungsvertrag ab 50 €/Monat über 24 Monate ist kein Festpreis — das ist ein Abo. Effektiv-Kosten: 99 + 24 × 50 = 1.299 €. Achtung bei Modellen mit niedrigem Setup-Preis und obligatorischer Wartung.
Festpreis ohne versteckte Kosten
Bei Günstige Webseiten sind alle Standard-Posten (DSGVO, Cookie-Banner, Formular, lokale Schriften, Hosting 12 Monate) im Festpreis enthalten. Nur Domain, Premium-Module und optionale Wartung kommen separat — transparent.
Festpreis-Pillar lesen5 Anti-Patterns: So erkennst du Lockangebote
- „Ab 99 €“ ohne Leistungskatalog — Marketing, kein Festpreis. Bitte um schriftliche Liste.
- Setup günstig, Wartung obligatorisch — Abo verkleidet als Festpreis. Rechne 3 Jahre durch.
- DSGVO als Aufpreis — Anbieter kennt 2026er Markt-Standards nicht.
- Cookie-Banner extra — Pflicht-Standard, kein Premium-Feature.
- Domain auf Anbieter-Name — Lock-In durch Domain-Eigentum. Immer auf deinen Namen registrieren.
Wie du versteckte Kosten vor Auftrag entdeckst
Eine 5-Punkte-Pre-Flight-Routine vor Auftragserteilung:
- Schriftlicher Leistungskatalog — was ist im Festpreis enthalten, was kostet extra?
- Aufpreis-Liste — alle möglichen Module mit Preisen, vor Briefing.
- Wartungs-Frage — was kostet Wartung nach Garantie-Ende, gerechnet auf 3 Jahre?
- Domain-Frage — auf wessen Namen wird die Domain registriert?
- Eigentumsrechte-Frage — bekomme ich nach Bezahlung Quellcode-Zugriff?
Wenn alle 5 Antworten klar und schriftlich sind, hast du einen seriösen Anbieter. Mehr dazu im Ratgeber Festpreis-Fallen vermeiden.
Transparenz-Checkliste
Bei Günstige Webseiten sieht eine ehrliche Aufpreis-Liste so aus:
| Posten | Im Festpreis enthalten? | Aufpreis |
|---|---|---|
| Design & Programmierung | ✅ | — |
| Responsive Design | ✅ | — |
| Cookie-Banner DSGVO | ✅ | — |
| Kontaktformular | ✅ | — |
| Lokale Schriften (Google Fonts) | ✅ | — |
| SEO-Grundlagen | ✅ | — |
| 1–2 Korrekturschleifen | ✅ | — |
| Hosting 12 Monate | ✅ | — |
| Domain-Registrierung | ❌ | 30 € Setup + 10–15 €/Jahr |
| Online-Buchungssystem | ❌ | 100–300 € |
| Online-Shop | ❌ | 200–500 € |
| Mehrsprachigkeit | ❌ | 15–30 % Aufpreis |
| Wartung nach Jahr 1 | ❌ | Schutzpaket ab 29 €/Monat oder Übergabe |
Fazit: Schriftlichkeit schlägt Vertrauen
Vertrauen ist gut, schriftlicher Leistungskatalog ist besser. Wer dir vor Auftragserteilung eine vollständige Aufpreis-Liste gibt, hat nichts zu verbergen. Wer ausweicht oder „das klären wir später“ sagt, ist nicht der richtige Anbieter.
Vertiefend: Was kostet eine Webseite (Pillar) · Festpreis-Fallen vermeiden · Webseite zum Festpreis.